Wer «elektronische Signatur» hört, denkt meist zuerst an DocuSign. Die Plattform ist der Weltmarktführer, funktioniert zuverlässig und deckt praktisch jeden erdenklichen Signatur-Workflow ab. Genau darin liegt aber auch das Problem für kleinere Schweizer Unternehmen: Sie bezahlen – in Komplexität und im Abo-Preis – für ein Werkzeug, das für internationale Konzernprozesse gebaut wurde, während ihr eigener Alltag aus Offerten, Aufträgen, Verträgen und NDAs besteht.
Warum Schweizer KMU nach einer Alternative suchen
In Gesprächen mit kleinen und mittleren Unternehmen tauchen immer wieder dieselben Beweggründe auf, warum eine internationale Signatur-Suite hinterfragt wird:
- Transparente Preise in Schweizer Franken – ohne Währungsumrechnung, ohne Überraschungen auf der Kreditkartenabrechnung
- Datenstandort Schweiz – die Anforderungen des revidierten Datenschutzgesetzes (revDSG) lassen sich einfacher erfüllen, wenn Dokumente die Schweiz gar nicht erst verlassen
- Schlanker Funktionsumfang – internationale Suiten sind auf Konzern-Workflows ausgelegt; viele KMU bezahlen für Funktionen, die sie nie nutzen
- Einfachheit für die Empfänger – Unterzeichner sollen ohne Konto, ohne App und ohne Schulung unterschreiben können
- Support und Vertragsunterlagen auf Deutsch – im Alltag oft unterschätzt, im Problemfall entscheidend
Keiner dieser Punkte bedeutet, dass DocuSign ein schlechtes Produkt wäre. Sie bedeuten nur: Der Bedarf eines Schweizer KMU und das Angebot einer globalen Enterprise-Plattform decken sich oft nicht – und dann lohnt sich der Blick auf Alternativen.
Die sechs Kriterien für die Wahl einer E-Signatur-Lösung
Statt Anbieter-Marketing zu vergleichen, empfehlen wir, jede Lösung – auch dosign – an denselben sechs Kriterien zu messen:
Die grosse Mehrheit der Verträge ist in der Schweiz formfrei – dafür genügt eine einfache elektronische Signatur (EES), unabhängig davon, ob sie von DocuSign, dosign oder einem anderen Anbieter stammt. Entscheidend ist, dass die Lösung die Schweizer Rechtslage sauber abbildet und nicht nur auf US- oder EU-Recht ausgelegt ist.
Im Streitfall zählt nicht die Optik der Unterschrift, sondern der Nachweis: ein kryptografischer Prüfwert (SHA-256) des Dokuments, ein vertrauenswürdiger Zeitstempel nach RFC 3161 und ein lückenloses Unterzeichnungsprotokoll. Prüfen Sie, ob die Lösung diese Belege automatisch erstellt und ob sich ein signiertes PDF nachträglich öffentlich verifizieren lässt.
Wo liegen die Dokumente? Bei internationalen Anbietern hängt der Datenstandort oft vom gewählten Plan und Vertrag ab und liegt häufig ausserhalb der Schweiz. Eine Lösung mit Swiss Hosting vereinfacht die Datenschutz-Dokumentation und ist für viele Schweizer Kunden und deren Vertragspartner ein Vertrauensargument.
Vergleichen Sie die effektiven Monatskosten pro Nutzer und achten Sie auf Limits: Wie viele Dokumente sind enthalten? Kostet jeder zusätzliche Umschlag extra? Ein Schweizer Anbieter rechnet in CHF ab und macht die Kosten planbar – gerade für kleine Teams ein spürbarer Unterschied.
Der beste Funktionsumfang nützt nichts, wenn Empfänger am Prozess scheitern. Ideal: PDF hochladen, Signaturfelder platzieren, Empfänger einladen – und die Gegenseite unterschreibt direkt im Browser, ohne Konto und ohne Installation.
Für Schweizer KMU zählt weniger die 400. Salesforce-Erweiterung als die Anbindung an die Werkzeuge, die hier tatsächlich im Einsatz sind – allen voran bexio: Offerten und Aufträge direkt aus der Buchhaltung heraus signieren lassen und das signierte PDF automatisch zurückspielen.
Vertiefende Informationen zu den rechtlichen Grundlagen finden Sie in unseren Ratgebern «Welche Verträge darf ich elektronisch unterschreiben?» und «Beweiskraft vor Gericht».
dosign: die schlanke Schweizer Alternative für formfreie Dokumente
dosign wurde genau für den Alltag gebaut, den die meisten Schweizer KMU tatsächlich haben: ein PDF hochladen, Signaturfelder platzieren, Empfänger einladen – und die Gegenseite unterschreibt im Browser, ohne Konto und ohne App. Dazu gehört alles, was die Beweiskraft einer einfachen elektronischen Signatur trägt:
- Swiss Hosting – Dokumente und Signaturdaten bleiben in der Schweiz
- Unterzeichnungsprotokoll mit lückenlosem Audit-Trail zu jedem Dokument
- SHA-256-Prüfwert und vertrauenswürdiger Zeitstempel nach RFC 3161
- Öffentliche Dokument-Verifikation – jedes signierte PDF lässt sich jederzeit auf Echtheit prüfen
- Reihenfolge oder paralleles Signieren, CC-Empfänger, Vorlagen und automatische Erinnerungen
- bexio-Integration: Offerten und Aufträge direkt aus der Buchhaltung signieren lassen
Und die Kosten bleiben planbar: Der Einstieg ist kostenlos (2 Dokumente pro Monat), das Solo-Abo kostet CHF 9.00 und das Business-Abo mit Team-Funktionen CHF 24.00 pro Monat – monatlich kündbar. Alle Details finden Sie auf der Preisseite.
Ehrlich bleiben: Wann DocuSign oder ein QES-Anbieter die bessere Wahl ist
Eine gute Kaufentscheidung kennt auch die Grenzen der Alternative. In drei Situationen ist eine internationale Suite oder ein spezialisierter Anbieter tatsächlich die passendere Lösung:
Sie brauchen regelmässig qualifizierte elektronische Signaturen (QES)
Für gesetzlich formgebundene Verträge – etwa Bürgschaften oder Konsumkreditverträge – verlangt das Gesetz die höchste Signaturstufe. dosign ist auf einfache elektronische Signaturen für formfreie Dokumente ausgelegt. Wer QES benötigt, arbeitet besser mit einem anerkannten Vertrauensdienst nach ZertES zusammen.
Ihre Gegenparteien schreiben eine Plattform vor
Manche Konzerne und öffentliche Auftraggeber verlangen die Signatur über ihre eigene, bereits etablierte Plattform. In solchen Beziehungen entscheidet nicht Ihre Präferenz, sondern die des grösseren Vertragspartners.
Sie brauchen tiefe Enterprise-Integrationen
Wer Signaturprozesse fest in Salesforce, SAP oder umfangreiche CLM-Systeme (Contract Lifecycle Management) einbetten will, profitiert vom Ökosystem der grossen Anbieter.
Der Umstieg in vier Schritten
Der Wechsel zu einer schlankeren Lösung ist kein Projekt, sondern ein Nachmittag:
- Bestandsaufnahme: Welche Dokumenttypen signieren Sie heute elektronisch – und welche davon sind formfrei? Für die wenigen formgebundenen Fälle (z.B. Bürgschaften) klären Sie separat, ob eine QES nötig ist.
- Testlauf mit einem echten Dokument: Laden Sie eine typische Offerte oder einen Vertrag hoch, durchlaufen Sie den Signaturprozess einmal selbst als Empfänger und prüfen Sie das Unterzeichnungsprotokoll.
- Vorlagen und Abläufe übertragen: Wiederkehrende Dokumente als Vorlagen anlegen, Unterzeichnungsreihenfolge (nacheinander oder parallel) und CC-Empfänger definieren.
- Altbestand sichern: Bereits signierte Dokumente beim bisherigen Anbieter als PDF mitsamt Abschlusszertifikat/Protokoll exportieren und lokal oder im eigenen Dokumentenmanagement archivieren.
Fazit: Die richtige Grösse gewinnt
Für den Signatur-Alltag eines Schweizer KMU – Offerten, Aufträge, Verträge, NDAs – braucht es keine Konzern-Suite. Es braucht eine Lösung, die rechtlich sauber dokumentiert, für Empfänger mühelos funktioniert, Daten in der Schweiz behält und in Franken kalkulierbar bleibt.
Genau diese Lücke füllt dosign: eine in der Schweiz gehostete E-Signatur-Lösung mit Unterzeichnungsprotokoll, SHA-256-Prüfwert, RFC-3161-Zeitstempel und öffentlicher Verifikation – zum KMU-Preis. Und für die wenigen formgebundenen Spezialfälle wissen Sie jetzt, wann Sie zusätzlich einen QES-Anbieter beiziehen.